Papo Frankenburg Tansania

 

 

Zusammenfassung

Unsere Hilfe hat in Tansania einen großen Wert

 

 

Helfen muss nicht immer viel kosten. In Afrika wirkt jeder von uns gespendete Euro mindestens 1:10.

 

In Tansania lebt man anders

Essen, trinken, schlafen und wohnen sind wichtige Grundbedürfnisse.

Haus

Die Hütten werden aus Holzpfählen und Flechtwerk gebaut und dann die Wände mit Lehm zugeschmiert. In den Regenperioden wird diese Schicht jedoch immer wieder abgeschwemmt. daher wird zunehmend auf das Bauen mit selbst gebrannten Ziegeln übergegangen

Die Heimat von Pater Athanasius ist zwar so fruchtbar, dass niemand verhungern muss, aber dennoch sind die sozialen Verhältnisse trist. Schwieriger Zugang zur Bildung, Gesundheitsprobleme (sehr viele Waisenkinder leben bei ihren Großeltern oder Verwandten), kein sauberes Trinkwasser, es muss alles abgekocht werden. Durch diese negative Sozialspirale ist kaum ein Emporkommen aus eigener Kraft möglich.

 

 

In Kakinga, nur 200 Kilometer südlich vom Äquator sind die Tage heiß aber kurz (nur ca. 13 Stunden zu allen Jahreszeiten) und die Nächte sehr kühl.
 

Bananen

Es gibt mehrere Bananenarten: Die süßen Bananen, die auch wir kennen, nur noch schmackhafter und die Kochbananen, die als Beilage dienen wie etwa bei uns die Kartoffeln

 

Kassava

Die nahrhaften Kassavawurzeln werden getrocknet

Es gibt 2 kurze Regenperioden im Herbst und Frühjahr. Dadurch ist es relativ grün und die Ernährung ist weitgehend gesichert. Das ganze Jahr über kann geerntet werden und es braucht nicht wie bei uns Futter und Nahrung eingelagert werden.

Das ist ein kleiner Vorteil.

Allerdings ist die Infrastruktur noch dermaßen einfach entwickelt, sodass es in den Häusern und Hütten kaum Strom gibt und dadurch auch keine Kühlschränke (könnten sie sich ohnehin nicht leisten) betrieben werden können. Fleisch kann daher nur in kleinen Mengen verwertet werden und dadurch ist man auf kleine Tiere wie etwa Hühnerfleisch eingeschränkt.

 

 

Ziegen

Wer solche Kleintiere besitzt, gilt schon als wohlhabend


Unser Besuch vor Ort hat uns die Augen geöffnet

 

 

Wir haben also bei unserem Besuch in Afrika gelernt, dass nicht alles, was wir hier in Europa wichtig finden, dort auch wichtig ist.

 

Aber in ihrer Entwicklung sind die Afrikaner gerade dabei, auch gute Dinge von der westlichen Welt zu übernehmen. Die Landwirtschaft und das Handwerk sind die wesentlichen Grundlagen für das Sichern der Grundbedürfnisse. Es

entwickelt sich ein reger Handel für Früchte und

Kaffee für den Export und die handwerklich gefertigten Gegenstände sind für den Eigenbedarf wichtig.

 

Menschen

Pater Athanasius zeigt uns die Pflanzenwelt von Tansania

 

 

 

Lastwagen

Die Kleinbauern bringen über weite Strecken zu Fuß oder mit dem Fahrrad die Bananen zur Sammelstelle, von wo sie mit diesen Lastwagen zum Schiff gebracht werden

 

Die bäuerliche Selbstversorgung und das Handwerk entwickeln sich

 

Wenn man im Land unterwegs ist, stellt man fest, dass in kleinsten landwirtschaftlichen Strukturen die Eigenversorgung mit Lebensmitteln einigermaßen gut funktioniert.

Außerdem kann man in den Kleinstädten feilgebotene Tischlerprodukte bewundern, vor allem Betten, die ausschließlich aus Massivholz mit Handwerkzeugen in ganz guter Qualität gefertigt werden.

Die Tansanier sind ein sehr intelligentes Volk, aber das

Berufsausbildungs-system ist nur sehr schwach entwickelt.


Freunde

Sehr häufig sieht man wie hier kleine Ziegeleien, wo vor Ort in mühsamer Handarbeit der Lehm gewonnen und gleich verarbeitet und gebrannt wird, um später damit ein Haus zu bauen.

 

 

Wir haben erlebt, dass die Afrikaner auf ihre selbst hergestellten Produkte sehr stolz sind und viel Eigenmotivation aufbringen. Aber das Material und das Werkzeug und die Berufsausbildung können sie sich meist nicht leisten. Dafür brauchen sie unsere Unterstützung.

„Hilfe zur Selbsthilfe“ ist deshalb am wichtigsten. Damit kann eine bescheidene wirtschaftliche Entwicklung einsetzen und der Landflucht entgegengewirkt werden.

 

Frankenburg hat schon sehr viel geleistet

 

In den nun bald 10 Jahren des Kontaktes hat unsere Heimatpfarre Frankenburg durch Spenden und Veranstaltungen bereits eine große Summe in die Infrastruktur der Region „Kakinga“ investiert.

 

Gruppenfoto

Die PAPO - Gruppe vor dem Kindergarten, der inzwischen fertig verputzt ist

 

 

So wurde der Bau eines Kindergartens und  der Stromanschluss finanziert.

Derzeit ist schon der Bau einer Grundschule im Gange.

Auch bei der Wasserversorgung gibt es Fortschritte. Die Einwohner graben auch selber Brunnen, stoßen aber bei einer Tiefe von 3m bis 5m auf eine massive, für Handwerkzeuge undurchdringliche Gesteinsschicht. Durch die Finanzierung von zwei Tiefbrunnen (ca. 30m) hat die Bevölkerung nun Zugriff auf sauberes Trinkwasser. Außerdem wird durch die wichtigen Frankenburger Patenschaften vielen Kindern der Zugang zum Kindergarten (dieser ist eher vergleichbar mit unserer Vorschule) und zum Schulsystem ermöglicht.

Kids

Wer in diese Kinderaugen sieht, hilft gerne

 

 

Handwerkzeuge und Hobelbänke von der HTL Hallein

 

Aufgrund eines Neubaues der HTL Hallein und der damit verbundenen teilweisen Neuausstattung blieb eine Menge noch intakter Handwerkzeuge und 8 Hobelbänke, die nicht mehr gebraucht wurden, übrig. Ich bekam auf meine Anfrage von meinem Direktor DI Franz Kurz das OK, diese Werkzeuge der Hilfslieferung für Tansania zur Verfügung zu stellen, wofür ich mich auch auf diesem Weg herzlich bedanke.

Diese Sachspende passte auch zeitlich exakt mit der vor 2 Jahren von unserem Verein PAPO organsierten Hilfslieferung mittels eines Containers zusammen und wir konnten sie mitschicken.

 

 

Sachspendensammlung mit einem Container nach Tansania schafft Abhilfe

 

Arbeiter

Ein Teil der bereits verpackten Hilfsgüter in unserer Garage

Vor 2 Jahren haben wir in unserer Garage Sachspenden gesammelt. Das vorher erwähnte Werkzeug sowie Schreibmaschinen, Nähmaschinen, Schreibmaterial und Kleidung waren die wichtigsten Gebrauchs-gegenstände, die wir gesammelt haben. Die PAPO-Mitglieder haben alles sortiert, verpackt, zum von der MIVA bereitgestellten Container gebracht und diesen nach Tansania geschickt.

 

 

 

Bei unserem Besuch (7 Personen) in diese Region im Juli 2009 konnten wir uns ein Bild machen, wie dringend notwendig die Hilfe ist.

Inzwischen wurde am Gelände des Kindergartens eine Handwerksschule gebaut, die mit den Werkzeugen von der HTL Hallein ausgestattet wurde.

Es ist wichtig, die vorhandene Geschicklichkeit der Bevölkerung handwerklich zu schulen.

Es hat sich ein älterer einheimischer Schreiner gefunden,  der die Ausbildung der Handwerker übernehmen will.

Dieser ist bereits dabei, in der neuen, bescheidenen Werkstätte die Möblierung für den Kindergarten zu schaffen (siehe Bild).

So können wir mit Stolz sagen, dass die Hilfe sehr gut ankommt.

 

Tischler

In dieser bescheidenen Werkstätte fertigen die einheimischen Tischler mit Hobelbänken und Werkzeug von der HTL- Hallein die Möbel für den Kindergarten

 

Wir empfinden es als Glücksfall, dass wir Frankenburger in Pater Athanasius eine Bezugsperson zu den Hilfebedürftigen in Afrika haben. Damit ist sichergestellt, dass die Spenden direkt ankommen.

Es ist schön, wenn man auf diese Weise helfen kann.

 

 

Maria und Gust Pillichshammer